Jusos Sachsen: Schengen-Reform schadet Sachsen

Tommy Jehmlich, Landesvorsitzender der sächsichen Jusos erklärt zur geplanten Schengen-Reform:
„Wir brauchen in Europa keine Einschränkung, sondern eine Ausweitung des Schengen-Abkommens. Bulgarien, Rumänien und Zypern müssen klare Perspektiven für die Aufnahme in den Schengen-Raum bekommen. Es ist für uns schlicht nicht hinnehmbar wie ohne Beteiligung des Parlaments das Schengener Abkommen und damit eines der größten politischen und gesellschaftlichen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte so leichtfertig für den sicherheitspolitischen Fanatismus der EU-Innenminister geopfert werden soll.“

Die Jusos kämpfen von jeher für eine offene, freie Gesellschaft. „Das Recht sich in Europa frei bewegen zu können, ist eine Frage der Menschenwürde.“, so Jehmlich weiter. „Wir fordern daher schon seit langem die Abschaffung der Residenzpflicht für Asylsuchende in Sachsen und Deutschland. Außerdem wird die geplante Schengen-Reform dem Tourismus- und Wirtschaftsstandort Sachsen schaden. Als Dreiländerdreieck zwischen Deutschland, Polen und Tschechien profitiert Sachsen ganz massiv von den bisherigen Regelungen und das soll auch so bleiben.“

Die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD Sachsen sind der größte politische Jugendverband in Sachsen. Zurzeit haben die Jusos ca. 1400 Mitglieder, was bedeutet, dass mehr jedes vierte Mitglied in der SPD ein Juso ist.