Jehmlich: „Sachsen ist Entwicklungsland bei Menschenrechten.“

Die Jusos Sachsen begrüßen die Aufhebung der Residenzpflicht im Freistaat Thüringen. Entsprechende Reformen werden von den sächsichen Jusos nun auch in Sachsen verlangt. Neben Bayern ist Sachsen das einzige Bundesland, das an dieser Regelung festhält.

Tommy Jehmlich, Landesvorsitzender der Jusos Sachsen erklärt dazu:
„Die Schwarz-Gelbe Koalition muss jetzt zu zügigen Reformen bei der Asylpolitik kommen und die Residenzpflicht aufheben. Sachsen ist Entwicklungsland bei Menschenrechten. Innenminister Ulbig muss sich nun entscheiden, ob das so bleiben soll oder nicht. Die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit für Asylsuchende ist schließlich Vorraussetzung für soziale Teilhabe und Integration.“

Neben der Aufhebung der Residenzpflicht machen sich die sächsischen Jusos noch für weitere Reformen stark.

„Wir müssen Asylsuchende stärker dezentral unterbringen und dabei muss der Freistaat auch entsprechende Unterstützung anbieten. Dort wo es noch nicht geht, müssen wir dazu kommen die Lebensbedingungen in den Asylheimen merklich zu verbessern. Zudem sollte verbindlich in allen Landkreisen und kreisfreien Städten des Freistaates Bargeld statt Gutscheine an die Asylsuchenden ausgezahlt werden. Beides ist eine Frage der Menschenwürde.“, so Jehmlich abschließend.