Gerecht ist, am Ende des Monats das gleiche Gehalt wie der Mann zu haben

Die sächsischen Jusos kritisieren aufs Schärfste die Stagnation beim Schließen der Schere bezüglich der Ungleichbezahlung von Männern und Frauen. Für die Bundesregierung wie auch für die sächsische Staatsregierung sind das scheinbar hinnehmbare Zustände, denn der politische Gestaltungswille tendiert gegen Null.
Tommy Jehmlich, Juso-Landesvorsitzender, erklärt:“ Wenn ich höre dass wir einen Gehaltsunterschied von 22% haben, dann hat das aus meiner Sicht zwei wichtige Ursachen: Erstens sind die Zugangschancen zu bestimmten Tätigkeitsfeldern und Leistungsgruppen unterschiedlich verteilt. Ich frage mich schon, wann es denn endlich so sein wird, dass der Anteil der Frauen in Führungspositionen nennenswert steigt. Eine Frauenquote von mindestens 40% bleibt für uns Jusos unverhandelbar. Auch Gehälter von Reinigungskräften, Verkäuferinnen oder Krankenschwestern müssen unbedingt steigen.
Mit Blick auf die ostdeutschen Bundesländer wird die zweite Ursache deutlich: Bei gleichwertiger Arbeit liegt der Gehaltsunterschied immer noch bei 9%.“, ergänzt Jehmlich und führt weiter an:“ Wichtig ist auch, dass wir Frauen stark machen, dass sie nach der Geburt ihres Kindes nicht akzeptieren müssen, Gehaltsrückschläge hinzunehmen. Ebenso darf Teilzeit keine Sackgasse für Frauen sein. Vollzeitnah und flexible Arbeitszeiten sind die Schlüsselbegriffe für die Beschäftigung von Frauen.“

Hintergrund: 2009 entschied man sich dafür, den Tag anhand der aktuellen Zahlen zum Entgeltunterschied von Frauen und Männern zu errechnen. In Deutschland errechnet sich das Datum des Equal Pay Day seit 2009 nach folgender Formel: 52 Wochen/Jahr mal 5 Arbeitstage/Woche = 260 Arbeitstage/Jahr mal statistisch aktuell ermitteltem Entgeltunterschied in Prozent.