Ehegattensplitting ist ein Auslaufmodell

Jusos Sachsen freuen sich über wichtigen Schritt zur Gleichberechtigung

„Gut, dass das Verfassungsgericht statt der Regierung Merkel dieses Land regiert. Ansonsten hätten wir keine soziale Marktwirtschaft mehr, sondern nur noch die reine Marktwirtschaft, einer konservativen Elite hilft.“ so die erste Reaktion des Juso-Landesvorstizenden, Tommy Jehmlich, über die heutige Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes, auch homosexuelle Paare in die Regelungen des Ehegattensplittings einzubeziehen.

Die Entscheidung sorgte sofort für positive Stimmung bei den Jusos. Daher erklärt Jehmlich: „Ich freue mich, dass endlich alle Menschen vor dem Staat gleichbehandelt werden müssen, wenn Sie bereit sind, zu zweit ihr Leben zu bestreiten. Die sexuelle Diskriminierung, die es bisher gab, entbehrte jeder Grundlage. Gut, dass das Verfassungsgericht das erkannt hat, was von der schwarz-gelbe Regierung bisher so wunderbar ignoriert wurde.

Doch unser gesellschaftliches Ziel ist noch nicht erreicht. Das gesamte Modell des Ehegattensplittings ist längst überholt. Anreize für Hausmänner und -frauen darf es nicht geben. Wir wollen gleichberechtigte Partnerschaften fördern, in denen beide Partner sich auch beruflich frei entfalten können. Daher fordern wir eine neue Familienförderung ohne Ehegattensplitting. Dazu muss der Steuervorteil weg und das eingesparte Geld in gute Kinderbetreuung investiert werden!“

Die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD Sachsen sind der größte politische Jugendverband in Sachsen. Zurzeit haben die Jusos ca. 1400 Mitglieder, was bedeutet, dass mehr jedes vierte Mitglied in der SPD ein Juso ist.