Am 17. Mai 1990 beschloss die Weltgesundheitsorganisation, Homosexualität als Diagnoseschlüssel zu streichen. Dieser weitreichende Beschluss wurde 2005 zum Anlass genommen, um von da an jedes Jahr gegen Homo- und Transphobie ein Zeichen zu setzen. Auch 2012 steht der „International Day Against Homophobia“, kurz IDAHO, in Dresden, Leipzig und Chemnitz auf der Tagesordnung. Ab 18 Uhr werden Luftballons mit diversen Botschaften gegen Homo- und Transphobie gen Himmel steigen.
Dazu Tino Bucksch, Landesvorsitzender der sächsischen Jungsozialistinnen und Jungsozialisten:“ Auch im Jahr 2012 kämpfen Homo-, Transsexuelle und Transgender gegen Vorurteile und soziale Ausgrenzung. Cordula Drechsler und Dieter Blechschmidt sind aktuelle sächsische Beispiele, die Homosexuelle offen bedrohen oder als krank bezeichnen. Die Äußerungen von sächsischen Kommunalpolitkern dürfen nicht ohne Widerrede bleiben. Was uns wichtig ist, dass es sich nicht allein um Homosexuelle geht. Liebes- und Lebensformen sind vielfältig, deswegen stehen wir an der Seite aller Andersliebenden. Die komplette queer Gemeinschaft ist Teil unserer Gesellschaft ohne Wenn und Aber!
Wir Jusos rufen dazu auf sich an den Rainbow Flashmobs in Dresden, Leipzig und Chemnitz zu beteiligen. Wir wollen Zeichen setzen. Diskriminierung und Hass hat keinen Platz in einer aufgeklärten Gesellschaft. „ so Tino Bucksch abschließend.
Jusos Sachsen gratulieren Argentinien zu mutigen Gesetzgebung in der Geschlechterpolitik
Wer die aktuellen politischen Entwicklungen in Argentinien betrachtet, kann nur staunen. Ohne Gegenstimmen wurde ein Gesetz auf den Weg gebracht, dass es jedem Mensch erlaubt das Geschlecht zu wählen, welchem er oder sie sich zugehörig fühlt. Das argentinische Abgeordnetenhaus stimmte bereits letzten November für einen entsprechenden Gesetzesvorschlag. Betroffenen egal welchen Alters wird in Zukunft die freie Geschlechtszugehörigkeit zugestanden.
Dazu Tino Bucksch, Landesvorsitzender der sächsischen Jungsozialistinnen und Jungsozialisten:“ Das ist einfach unglaublich, das ist ein revolutionärer Schritt. Argentinien ist nicht nur in Südamerika Vorreiter, sondern weltweit. Betroffene sind keine Randgruppe mehr. Die argentinische Politik geht einen gewaltigen Schritt in Sachen Menschenrechtspolitik. Sie bekennt sich mit überwältigend großer Mehrheit zur Vielfalt die jede Gesellschaft in sich trägt!
Vorbei sind die Zeiten, in denen man um Namensänderungen kämpfen muss. Vor Gerichte ziehen und etliche Gutachten vorweisen all das wird nun nichtig! Auch dass Kinder die freie Entscheidung haben und ihnen im Zweifelsfall Anwälte zur Seite gestellt werden, spricht für die Ernsthaftigkeit des Anliegens. Die Jusos Sachsen bewundern die Argentinierinnen und Argentinier für diesen mutigen Schritt und sind dabei beispielgebend für zukünftige Regierungen weltweit.
Die Jusos Sachsen unterstützen die Forderungen von Transsexuellen, Transgender und Transvestiten zur freien Wahl ihrer sozialen und biologischen Geschlechterzugehörigkeit. Auch wir haben die Pflicht diesen Menschen gerecht zu werden und das nicht nur rechtlich sondern auch gesellschaftlich.“ So Bucksch abschließend
Jusos Sachsen befürworten Obamas Ja zur Ehe gleichgeschlechtlicher Paare
Barack Obama ist nicht nur der erste afroamerikanische Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, er ist auch der erste amerikanische Präsident, der sich öffentlich für die Ehe gleichgeschlechtlicher Paare ausspricht.
„Das Thema ist in konservativen Teilen Amerikas höchst umstritten. Etwa 30 Staaten ver-hindern mit Gesetzen und Verfassungsänderungen aktiv, dass homosexuelle Paare in den Stand der Ehe treten können. Wir begrüßen es daher besonders, dass Obama sein Amt nutzt, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen und nicht vor den darauf folgenden Auseinandersetzungen im Wahlkampf zurückschreckt.“, so Tino Bucksch, Landesvorsitzen-der der Jusos Sachsen.
„Wir Jusos setzen uns schon lange dafür ein, die Ehe in ihrer konservativen Form aufzulösen. Es widerspricht jeder Form von Gleichstellung, wenn nur die Verbindung zwischen Frauen und Männern geschützt und gefördert wird.“, so Bucksch weiter.
„Die öffentliche Meinung in den USA ist, was dieses Thema betrifft, seit einiger Zeit im Wan-del. Neuste Umfragen zeigen, dass inzwischen knapp 50 Prozent der Amerikanerinnen und Amerikaner die Einführung der Ehe Homosexueller befürwortet. Wir hoffen, dass dieser Trend anhält und Obama auch weiterhin der Mann im Weißen Haus bleibt. Gleichwohl gibt es auch in Deutschland mehr als genug Nachholbedarf: es ist eine Schande, dass sich CDU/CSU gegen die Einführung der Ehe oder die Adoptionsmöglichkeit für Homosexuelle wehren. Dies wird eine der ersten Maßnahmen bei einem Regierungswechsel im Jahr 2013 sein müssen.“, so Bucksch abschließend.
Was wird aus unserer Bildung?
Zur Zeit liegt sie in der Ecke und wird sträflich vernachlässigt! Gestern gab es schon die gemeinsame Pressemitteilung mit Grüner Jugend und Linksjugend. Wenn IHR Bildung auch wieder ins Blickfeld der Öffentlichkeit
holen wollt, dann kommt morgen zahlreich nach Dresden!
Helft uns, helft eurer Kommune, helft unserer Zukunft! Bildung ist kein Unterressort des Finanzministerium, wo es willkürlich sparen kann. Dafür müssen wir ein Zeichen setzen.
Wo müsst ihr sein?
Derzeit gibt es 2 zentrale Anlaufpunkte:
14 Uhr treffen sich die Studierenden am Fritz-Förster-Platz
14:30 Uhr treffen sich die Schülerinnen und Schüler am Albertplatz
Die beiden Demo-Züge werden sich vereinigen und gemeinsam gegen 16 Uhr den Platz vor dem Landtag entern!
Worum es geht, seht ihr zusammengefasst nochmal kurz hier :
- eine bedarfsgerechte Neueinstellung von Lehrkräften und ausreichend Referendariatsstellen,
- den Unterrichtsausfall so zu dokumentieren, wie er an den Schulen vorzufinden ist,
- den Sanierungsstau an Sachsens Schulen endlich zu beheben,
- die Stellenkürzungen an den sächsischen Hochschulen bis mindestens 2020 auszusetzen,
- den Hochschulen langfristig finanzielle Sicherheit zu geben und damit de Grundlage für mehr unbefristete Anstellungsverhältnisse zu schaffen,
- eine zeitgemäße pädagogische Ausbildung im Lehramtsstudium sowie die notwendige Aufstockung der Lehr-/Studienkapazitäten
Macht Werbung, kommt zahlreich, zeigt das Bildung mehr Wert ist!
Am 10.05. gehen in Dresden Schüler_innen und Studierende auf die Straße um gemeinsam für eine bessere Bildungspolitik zu streiten. Linksjugend [’solid] Sachsen, Jusos Sachsen und Grüne Jugend Sachsen solidarisieren sich mit dem Protest: „Wir wollen nicht länger zusehen, wie die Staatsregierung die Bildungslandschaft in Sachsen nachhaltig schädigt.“
Schon jetzt sind viele Lehrer_innenstellen unbesetzt. Viele gehen in den nächsten Jahren in den Ruhestand und die sächsische Regierung plant sogar einen weiteren Abbau von Lehrer_innenstellen. Das führt nicht nur zu Klassenzusammenlegungen und Unterrichtsausfall, sondern verhindert auch eine deutliche Verbesserung des sächsischen Schulsystems. „Wir wünschen uns eine Schule, an der alle gemeinsam lernen können. Wir möchten, dass an unseren Schulen eine individuelle Förderung, die niemanden zurücklässt, umgesetzt wird. Dafür werden aber dringend mehr Lehrkräfte benötigt.“ An den Hochschulen sieht es nicht viel besser aus: Viele Kurse konnten dank Einstellungsstopp erst verspätet beginnen. Nach den Plänen der Landesregierung sollen 1042 Stellen gestrichen werden. Die Kürzungen führen dazu, dass beispielsweise in Leipzig, der Pharmaziestudiengang geschlossen werden soll, so dass dieser in ganz Sachsen nicht mehr angeboten wird. Außerdem muss die Ausbildung von Lehrer_innen in Sachsen deutlich ausgebaut und verbessert werden.
„Deswegen schließen wir uns den Forderungen des Landesschülerrats Sachsen und der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften an und rufen alle auf, sich an der Demonstration der Schüler_innen und Studierenden in Sachsen zu beteiligen. Bildung geht alle etwas an!“, erklären Silvia Kunz (Grüne Jugend), Tino Bucksch (Jusos) und Tilman Loos (Linksjugend).